Schallgrenzwert um das Zehnfache überschritten

Drucken
E-Mail
Sonntag, den 01. Juni 2008 um 12:26 Uhr

Vergangenen Freitag wurde in der Informationsveranstaltung zur Umfahrung Plesching erstmals das schalltechnische Grobgutachten zur Lärmsituation mit und ohne Umfahrung vorgestellt. Im Moment wird in der Pleschinger Ortsdurchfahrt der Schallgrenzwert mit 79db um das zehnfache an Schallintensität überschritten (60db Grenzwert, logarithmische Skala!); mit einer Umfahrung Pleschings würde es für die gesamte Ortschaft zu wesentlichen Verbesserungen kommen, und auch für die Siedlung in der Mauthausener Straße ist dank der Korridorlösung mit keinen Verschlechterungen zu rechnen.

Die Informationsveranstaltung, bei der eine Mehrzahl der Besucher die Errichtung einer Umfahrung begrüßte machte weiters deutlich, daß es für eine solche keine großräumige Alternative geben kann: Denn selbst die diskutierte Linzer Ostumfahrung wird vom Verkehr auf der A7, der sich bis 2020 auf 100.000 Fahrzeugbewegungen verdoppeln wird, nur rund 10.000 Fahrzeuge (max. 10%!) umleiten. So ist bis 2020 mit einer weiteren Verdopplung des Verkehrs auf der L569 zu rechnen; mit oder ohne Umfahrung Pleschings.

Inzwischen steigt auch das Interesse mehrerer ehemaliger "Umfahrungsgegner" aus der Siedlung auf Linzer Stadtgebiet an einer konstruktiven Lösung zur Beseitigung der Verkehrsmisère mitzuwirken. In der nächsten Woche sind diesbezüglich konkrete Gespräche angesetzt.

Die Informationsveranstaltung selbst, die von einem Journalisten des ORF Oberösterreich moderiert wurde, lief verhältnismäßig ruhig ab. Im Gegensatz dazu kam es in Plesching trotz Mäßigungs-Apellen ALLER beteiligten Initiativen wieder zu Vandalismus durch Umfahrungsgegner. Die Polizei wurde eingeschaltet und ermittelt.