Pleschinger Bürger für Mediationsbeginn noch diesen Herbst

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Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 11:03 Uhr

Die jüngsten Aussagen von LH-Stv Franz Hiesl, der eine Umfahrung Pleschings nicht vor 2015 als möglich erachtet, haben in Plesching für großes Unbehagen gesorgt. Die Pleschinger fordern nun den Beginn eines Mediationsverfahrens zur Umfahrung noch in diesem Herbst. „Denn selbst wenn LH-Stv. Hiesl erst ab 2015 mit dem Bau einer Umfahrung beginnen will, müssen die notwendigen Verfahren dazu bereits jetzt eingeleitet werden. Wir betrachten es jedoch als absolut inakzeptabel, uns bis 2015 und danach zu vertrösten. Denn die Lärm-Abgas- und Feinstaubbelastung in Plesching ist weit über den gesetzlich zugelassenen Werten. Das Land ist verpflichtet, jetzt zu handeln. Demokratischen Abstimmungen muß der notwendige Respekt entgegengebracht werden“, so Bürgerinitiativen-Sprecher Ing. Karl Rockenschaub.

An einem Mediationsverfahren wären jedenfalls Land Oberösterreich, Stadt Steyregg, Stadt Linz, Grundeigentümer sowie die diversen Bürgerinitiativen PRO und KONTRA Umfahrung beteiligt. In den Verhandlungen werden die Interessen aller Beteiligter berücksichtigt, um dann gemeinsam eine für alle tragbare Lösung zu erarbeiten.

Trotz den im Vorfeld getätigten lauten Rufen nach einer Einbindung in das Umfahrungsprojekt hat der Linzer Stadtrat Klaus Luger (SPÖ) bis heute nicht auf eine diesbezügliche Einladung von Steyreggs Bürgermeister Josef Buchner reagiert. Die Frage steht im Raum, ob es Luger mit diesen Wünschen ernst meinte, oder ob er einfach nur Stimmung gegen den Steyregger Bürgermeister und die Pleschinger machen wollte.

Die Aussage Lugers, es hätten nur rund 36 Prozent der Pleschinger für eine Umfahrung gestimmt, kann Rockenschaub nur belächeln. Denn nach dieser Rechenart, die keinem Volksschulkind einfallen würde, hätten bloß nur 25 Prozent der Pleschinger gegen eine Umfahrung gestimmt. Ausserdem wäre die Linzer SPÖ dann nicht von 53 Prozent, sondern nur von 34 Prozent aller Linzer gewählt worden. Gemäß dem Vorzugsstimmenergebnis wäre Luger überhaupt nur von 0,1 Prozent aller Linzer gewählt worden. "Mit welcher Berechtigung er damit das Amt eines Stadtrates ausübt, bleibt uns ein Rätsel", so Rockenschaub.