Rekordverdächtige Feinstaubbelastung in Plesching

Freitag, den 20. November 2009 um 21:52 Uhr

Luftmessstation PleschingPlesching (Steyregg): Seit Beginn der Luftmessungen Anfang Oktober wurde der Feinstaub-Grenzwert bereits fünf Mal überschritten. Zuletzt vergangenen Freitag mit einem rekordverdächtigen Halbstunden-Feinstaubmittelwert von 370 Mikrogramm Feinstaubpartikel pro Kubikmeter Luft. Zum Vergleich: Der  gesetzliche Grenzwert für die Feinstaubbelastung liegt bei 50 µg pro m3 im Tagesmittelwert, und 20 µg im Jahresschnitt. Obwohl auch sämtliche Linzer Luftmessstationen an diesem Tag Spitzenwerte für die Feinstaubbelastung verzeichneten, war die Pleschinger Luft noch um 20% höher mit Feinstaub belastet als im restlichen Linz.

 Auch die in Windegg situierte Schwesterstation verzeichnet seit Beginn der Messungen Spitzenwerte an Feinstaubbelastung, dort wurde seit Messbeginn Anfang Oktober bereits zum 6. Mal der Feinstaub-Grenzwert überschritten. Die Messungen des Landes Oberösterreich sind somit Öl ins Feuer für die Sorgen der Pleschinger Bevölkerung um die gesundheitsschädigende Luftverschmutzung im Ort. Der Obmann des Vereins "Plesching Will Leben", Ing. Karl Rockenschaub fordert das Land Oberösterreich nach der gescheiterten Umfahrungsplanung nun auf, umgehend Fahrverbote für den Durchzugsverkehr in der Ortschaft einzuführen. Diese Fahrverbote sollen als erster konkreter Schritt zu einer Verminderung der extrem hohen Luftverschmutzung in der Ortschaft beitragen. (red)

Webtipp: Luftgüte Messwerte des Landes Oberösterreich