Droht mit dem Autobahn-VOLLANSCHLUSS Auhof eine neue Verkehrslawine durch Plesching?

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Dienstag, den 04. Februar 2014 um 20:23 Uhr

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Plesching will Leben wurde der Vertrag zwischen Land OÖ, Stadt Linz und ASFINAG zugespielt, der beweist: Geplant wird kein Halbanschluss wie immer behauptet, sondern ein echter Vollanschluss. Dadurch wird eine neue Bypass-Verbindung zur verstopften Voestbrücke über Plesching und Windegg geschaffen. Steyregg droht damit im Verkehr zu ersticken. Schon jetzt wird die Pleschinger Landesstrasse hauptsächlich vom Pendlerverkehr genutzt, wie die kontinuierlichen Verkehrszählungen von Plesching will Leben und der Stadt Steyregg beweisen.

Plesching will Leben wurde der Vertrag des Landes OÖ und der Stadt Linz mit der ASFINAG zugespielt. In dem Vertrag wurde zwischen Stadt, Land und ASFINAG vereinbart, den Autobahnanschluss Auhof so schnell als möglich zum Vollanschluss auszubauen. Inklusive einem neuen Kreisverkehr auf der Altenberger-Bezirksstrasse zur Umleitung des restlichen Verkehrs von und nach Altenberg auf die Prager Bundesstraße und die Pleschinger Landesstrasse.

Mit dem neuen Autobahn-Vollanschluss Auhof wird eine neue bypass-Verbindung zur verstopften Voestbrücke über Plesching und Windegg geschaffen. Der Verkehr kann dann, sobald die A7 verstopft ist, im Auhof abfahren, und ohne Durchquerung des Nadelöhrs Katzbach über Plesching, Windegg und die Steyregger Brücke sowie den Chemie-Kreisverkehr in das Stadtzentrum oder weiter auf die Autobahn auffahren.

Nun wollen sich Stadt und Land auch das UVP Verfahren zum neuen Anschluss sparen. Momentan ist gerade ein UVP-Vorprüfungsverfahren beim Verkehrsministerium anhängig, desen Ausgang über die Notwendigkeit der eigentlichen UVP entscheidet. Ohne UVP verliert Steyregg auch seine Parteistellung und sein Mitspracherecht bei den neuen Ausbauplänen.

Denn eine UVP ist nur bei einem durchschnittlichen Tagesverkehr von mehr als 8.000 KfZ auf dem neuen Autobahnanschluss durchzuführen. Während man vor zwei Jahren noch mit deutlich mehr als 8.000 KfZ auf den neuen Anschlussrampen rechnete, so ist diese Zahl inzwischen wundersamerweise auf unter 8.000 Autos gesunken. Und damit wäre auch die UVP hinfällig.

Schon jetzt wird die Pleschinger Landesstrasse L569 hauptsächlich vom Pendlerverkehr genutzt, wie die allmorgendlichen und -abendlichen Verkehrsspitzen der Verkehrszählungen von Plesching will Leben und Stadt Steyregg beweisen. Mit dem neuen Vollanschluss Auhof ist wohl - insbesondere solange die VOEST-Brücke in den Morgen- und Abendstunden durch Berufsverkehr überlastet ist, wirklich mit einer neuen Verkehrslawine durch Plesching zu rechnen.

 

Hier das Video zur Landtagssitzung vom Dezember 2013, mit der der neue Autobahn-Vollanschluss Auhof beschlossen wurde: http://www2.land-oberoesterreich.gv.at/internetlandtag/InternetLandtagSitzungAnsicht.jsp?lfdnr=62&rid=15&variante=browser&dummy=1391102976028

Anlagen:
 Landtagsbeschluss.pdf[Der Landtagsbeschluss vom Dezember 2013, zur Finanzierung des ASFINAG Vertrages]63 Kb
 Vertrag_ASFINAG-Vollanschluss.pdf[Der Vertrag der ASFINAG mit dem Land OÖ]169 Kb