Problem Verkehr

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Plesching, © SBU

Plesching ist eine idyllische Ortschaft im nördlichen Grüngürtel von Linz. Trotz der Nähe zur Landeshauptstadt ist sie bereits Teil der Stadtgemeinde Steyregg. Die Ortschaft ist entlang der L 569, der "Pleschinger Straße" gewachsen, die den nördlichen Teil von Linz (Dornach, Anschluss A7) über die Steyreggerbrücke einerseits mit dem Anschluss VOEST, sowie über Mauthausen andererseits mit der A1 verbindet. Der Straße ermöglicht als "Ost-Tangentiale" von Linz eine verhältnismäßig schnelle Verbindung zwischen den Stadtteilen Linz-Zentrum und -Süd sowie der sogenannten "Urfahraner Seite" - also dem nördlichen Linz. Außerdem gilt die Strecke als offizielle Ausweichroute zur regelmäßig verstopften A7, und dient des Weiteren als schnelle Verbindung zwischen Linz-Urfahr sowie dem Bezirken Perg und Amstetten.

Bis zum Ende der neunziger Jahre war Verkehr in diesen Breiten kein Thema - kaum ein PKW, und schon gar kein LKW verirrte sich hierher. In den letzten Jahren änderte sich das. Laut der letzten offiziellen Verkehrszählung durchqueren täglich zwischen 9.000 und 13.000 KfZ das Ortsgebiet von Plesching, darunter bis zu 1000 Schwerfahrzeuge: Tendenz steigend. Da mag auch ein (de facto nicht existentes) LKW-Fahrverbot niemand richtig abschrecken.

Überischtskarte

Seit einigen Jahren setzen sich diverse Pleschinger Bürgerinitiativen für ein effektiveres Fahrverbot, einen Rückbau der L569 im Bereich der Ortschaft und einfach mehr Radarkästen ein. Doch ein effektives Fahrverbot ist weiterhin nicht in Sicht, und ein Rückbau der L569 kommt für das Land OÖ "nicht in Frage". Zu Beginn des Jahres 2007 wurde daher vom Land Oberösterreich die Planung einer Umfahrung für die Ortschaft in Auftrag gegeben. Nach Abschluss des Vorprojektes der Umfahrung jedoch, stellte das Land Oberösterreich angesichts des großen medialen Echos jegliche Planungen für eine Umfahrung ein. Indem sich das Land OÖ nunmehr auch jeglichen anderen Lösungen des Verkehrsproblems verschließt, hat es die Pleschinger Bevölkerung in ihrer Suche nach Lösungen für das Verkehrsproblem definitiv fallen gelassen.

Aber selbst Land Oberösterreich und Stadt Linz sehen als Lösung für die Verkehrsprobleme keine Alternative zu einer unmittelbaren Ortsumfahrung. Jedoch muß eine solche Umfahrung auch so geplant werden, daß dadurch das großteils auf Steyregger Gemeindegebiet liegende Naherholungsgebiet "Pleschinger See" nicht zerstört wird. Das vorliegende Vorprojekt des Landes Oberösterreich ist deshalb durchaus noch verbesserungswürdig

Die Pleschinger Bürger werden jedenfalls weiterhin für eine ehestmögliche und ausgewogene Lösung des Problems kämpfen, eine Lösung die alle betroffenen Parteien und Interessenvertretungen einbindet. Denn Lärm und Abgase in einem solchen Ausmaß machen krank. Und das Recht auf Gesundheit soll für alle Menschen gleich gelten - auch für die Pleschinger.